Mäusetürme in Leerdam
Dass Leerdam von jeher eine Festungsstadt ist, lässt sich noch heute gut an der wunderschönen Zuidwal mit ihren „Muizentorentjes“ erkennen. Vermutlich wurde die Stadtmauer mit ihren vier Toren Ende des 14., Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut. Etwa zu dieser Zeit entstanden auch die Sockel der „Muizentorentjes“. Die Sockel der Türmchen schützten die Stadtmauer vor drängendem Eis und dem Wasser des Flusses Linge. In Kriegszeiten wurden zudem Kanonen auf den „Muizentorentjes“ aufgestellt, um die Stadt zu verteidigen.
Aber woher kommt der Name 'Muizentorentjes'? Um 1837 wurde ein Entladekai angelegt und die Reste der alten und baufälligen Mauertürme wurden zum Bau von drei Häusern verwendet. Aber niemand wagte es, in den Mauertürmen zu wohnen. Das lag daran, dass der Feind über das Wasser in Ihr Haus eindringen konnte. So blieben die Türme menschenleer... Das half Mäusen und Ratten, in diesen Türmen zu leben. Daher auch der Name: Mäusetürme.
Diese Türmchen sind heute noch bewohnt oder in Gebrauch. Eines der Türmchen beherbergt zum Beispiel ein gemütliches und behagliches Kaffee- und Teehaus.